Bastian Portes lebt seit 2013 in Inzell. Nebel über dem Moor, die Berge und ein ungewöhnliches altes Holzhaus wurden zum Resonanzraum für seinen ersten Roman Mordsmoor. Aus der Idee von 2014 entstand über Jahre ein Alpenkrimi, der genau hinhört: auf ein Dorf, das alles weiß und nichts sagt, auf alte Schuld und auf einen Ermittler, der im Chiemgau erst lernen muss, anders zu fragen.
Seine zweite Schreibrichtung führt nicht in den Kriminalfall, sondern mitten in die Frage, wie Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen gemeinsam denken können. Das Offene Weltmodell hatte Portes bereits vor einer schweren Erkrankung begonnen. Die Erfahrung verschob seine Prioritäten — und gab den Ausschlag, das angefangene Manifest konsequent fertigzustellen.
Portes versteht Schreiben nicht als Rückzug in eine einzelne Rolle. Unternehmertum, Medientechnik und Musik gehören ebenso zu seinem Erfahrungsraum. Im Text bleiben sie Hintergrund: spürbar im Timing, in der Inszenierung und in der Lust, eigene Systeme zu bauen.
Was Krimi und Philosophie verbindet, ist weniger ein Genre als eine Haltung: Wirklichkeit ist nicht sauber sortiert. Also darf Literatur widersprüchlich, eigenwillig und offen bleiben.
Außerhalb der Buchseiten
Ideen werden auch gebaut.
Parallel zum Schreiben betreibt Bastian Portes Servus Medientechnik und CAZ Labs — zwei unternehmerische Arbeitsfelder zwischen Medienproduktion, Technik und neuen digitalen Möglichkeiten.
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Zwei Türen. Beide offen.
Dunkel, bayerisch und eigenwillig im Moor. Klar, suchend und dialogisch im offenen Modell.